Konzept


Offener Ganztag

Seit 2006 ist unsere Schule eine Offene Ganztagsschule mit dem Träger Verein zur Bildungsförderung e.V..

Durch die Verzahnung von Unterricht und Freizeitangeboten soll die Schule für die Kinder zu einem Haus des Lernens und Lebens werden. Alle Beteiligten – Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer, OGS-Team und Träger – sehen die Gestaltung des Offenen Ganztags unter Einbezug der pädagogischen Ziele als kontinuierlichen Prozess.

Leitidee für die Ausgestaltung der Angebote im Vormittag und Nachmittag ist der Blick auf das einzelne Kind und seine speziellen Bedürfnisse. Individuelle Förderung, wie sie im NRW-Schulgesetz als Leitmotiv ihren Ausdruck findet, möchten wir im Unterricht ebenso, wie in den außerunterrichtlichen Bildungs- und Förderangeboten in abgestimmter Weise ermöglichen.

Alle Lernangebote sollen die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung fördern. Eine abgestimmte, aufeinander bezogene Organisation von Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten, von Zeitstrukturen und Tagesroutinen soll zum besseren Gelingen beitragen. Die Angebote dienen der Förderung

  • der gemeinsame Hausaufgabenzeit mit Lehrern und OGS-Mitarbeitern
  • der  Wahrnehmung, Konzentration und Motorik durch die sozialpädagogische Fachkraft
  • Förderung im sportlichen, musischen oder künstlerischen Bereich der Freizeitgestaltung; zum Teil werden Bildungsangebote auch von Lehrern angeboten
  • AGs und freie spielerische Aktivitäten
  • angeleitete und offene Spiel-, Kreativ- und Sportangebote

Verzahnung von Vor- und Nachmittag

Dem Kind soll auch nach dem Unterricht, im Sinne Maria Montessoris, Raum für selbstständiges Tun gegeben werden; im Spiel oder bei der Arbeit kann es mit Freude seinen Nachmittag gestalten.

Für einen reibungslosen Verlauf des Schulunterrichts und der Nachmittagsangebote ist eine enge Zusammenarbeit sowie inhaltliche Abstimmung zwischen Schulleitung und Lehrerkollegium sowie Träger des Offenen Ganztags unerlässlich. Der Austausch wird generell gewährleistet durch wöchentlich stattfindenden OGS-Teamsitzungen in der Schule an beiden Schulstandorten. An diesen Sitzungen nehmen die OGS-Leitungen, die Schulleitung sowie ein Lehrer des Kollegiums teil. Der Lehrer stellt das Bindeglied zwischen der OGS und dem Kollegium dar. Alle wichtigen Themen der OGS fließen auf diese Art in Dienstbesprechungen oder Lehrerkonferenzen ein. Für die OGS steht zudem beim Verein zur Bildungsförderung e.V. eine Koordinatorin zur Verfügung, die in personellen, pädagogischen und rechtlichen Fragen berät. Die Koordinatorin des Trägers steht in engem Austausch mit der Team- und Schulleitung und führt regelmäßig Teamsitzungen mit den OGS-Mitarbeitern in der Schule aus.

Tagesablauf

 Montag      Dienstag      Mittwoch       Donnerstag      Freitag
8 – 11.50 UhrFreiarbeit, Fachunterricht und 1. Pause
12 -13 UhrMittagessen und Freispiel
13 -15 UhrLernzeit: Hausaufgaben
14 -16 UhrAGs, freie Angebote, Obstpause, Gruppenbetreuung

Zusammenarbeit im Team (Partizipation)

  • einmal im Monat eine Teamsitzung mit OGS-Leitung, Gruppenleiter sowie Koordinatorin des Trägers)
  • wöchentlich stattfindende Teamsitzungen mit OGS-Leitungen und weiteren Mitarbeitern
  • wöchentlich regelmäßig stattfindende Teamsitzungen mit OGS-Leitungen, Schulleitung sowie OGS-Beauftragten (Lehrer))
  • Teilnahme der Schulleitung/OGS-Beauftragter (Lehrer) an den OGS-Elternveranstaltungen
  • Gemeinsame Gestaltung von Festen/Veranstaltungen wie Schulfest, Projektwoche u.Ä.

Darüber hinaus gibt es feste Kommunikationswege zwischen OGS, Lehrkräften und Eltern wie Mitteilungshefte, schriftliche Mitteilungen über die Lehrerpostfächer, Ablagekörbe „OGS“ im Lehrerzimmer, Aushänge am „Schwarzen Brett“ oder Postmappen der SuS. Für individuelle Rückmeldungen werden gemeinsame Gesprächstermine vereinbart und durchgeführt.

  • Gemeinsames Konzept im Umgang mit Konflikten, Gewalt oder Störung der allgemeinen schulischen Ordnung; nach Bedarf finden zusätzliche Teamsitzungen mit OGS-Leitung und Schulleitung sowie gemeinsame Elterngespräche statt

Zusammenarbeit mit den Eltern

Eltern und OGS-Team sind wichtige Ansprechpartner füreinander und unterstützen sich gegenseitig beim Gelingen der Ganztagsbetreuung. In Kooperation und aktiver Zusammenarbeit miteinander kann die ganzheitliche Förderung entsprechend der Bedürfnisse und Interessen der Kinder umgesetzt werden.

Die Hausaufgabenbetreuung

Die Hausaufgaben dienen der Wiederholung und Vertiefung von Unterrichtsinhalten. Sie dauert in der Regel (außer an den AG-Tagen) 45 bis 60 Minuten. Die Hausaufgabenbetreuung findet von Montag bis Donnerstag in definierten Klassenräumen statt. Sie wird von der Gruppenleitung, einer Unterstützungskraft sowie von einer Lehrkraft betreut.

In der Hausaufgabenbetreuung bearbeiten die Kinder ihre Aufgaben, die durch die Klassenlehrerin in Form eines Wochenplans strukturiert vorgegeben werden. Eine regelmäßige qualitative und quantitative Kontrolle erfolgt durch die Klassenleitung.

Wir wissen und akzeptieren, dass die Konzentrationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Motivation der Kinder sehr unterschiedlich ist. Jedes Kind hat hier seine persönlichen Grenzen, welche auch nach Tagesform schwankend sein können. Eine klare Struktur der Hausaufgabenzeit sowie gut angepasste Hausaufgaben sind Grundvoraussetzungen für ein konzentriertes, selbstständiges und motiviertes Arbeitsverhalten. Die Kinder werden dabei individuell von den Lehrerinnen und Lehrern sowie den OGATA-Mitarbeitern unterstützt und bestätigt.

Bei Schwierigkeiten sind Lernberatungsgespräche mit dem Kind und/oder den Eltern oder andere zeitnahe Rückmeldungen (z.B. über das Mitteilungsheft) an die Klassenleitung vorgesehen. Elternabende verdeutlichen die grundsätzliche Arbeitsweise und die Ziele der Hausaufgabenbetreuung.